Förderungen - Förderkriterien

Kriterien für die Fördertätigkeit

Es wird vorausgeschickt, dass der Artikel 4) des derzeit gültigen Statutes der Stiftung Südtiroler Sparkasse nachfolgendes bestimmt:

Art. 4 (Gegenstand, Zwecke und Förderbereiche)
Ihre eigene Tradition und historischen Interessen fortführend, konzentriert die Stiftung ihre Tätigkeit hauptsächlich auf das Gebiet der Provinz Bozen.
Sofern es der Verwaltungsrat für erforderlich erachtet, kann die Tätigkeit der Stiftung - unter Berücksichtigung der vom Stiftungsrat erlassenen Richtlinien - auch auf andere Gebiete, sowohl im Inland als auch im Ausland, ausgedehnt werden.
Die Stiftung hat keine Gewinnabsichten und verfolgt ausschließlich Ziele gemeinnütziger Art und die Förderung der wirtschaftlichen Entwicklung.
Die Stiftung konzentriert ihre Tätigkeit auf die laut geltendem Gesetz zulässigen Förderbereiche und gewährleistet eine ausgewogene Verwendung der Mittel, wobei Bereiche mit hoher gesellschaftlicher Relevanz vorrangig gefördert werden.
Der Stiftungsrat wählt aus der Reihe der zulässigen Förderbereiche nach den gesetzlich festgelegten Modalitäten die vorrangig zu berücksichtigenden Förderbereiche aus, in welchen sich die Stiftung schwerpunktmäßig engagiert.
Um ihre Tätigkeit noch wirksamer zu gestalten und den Erfordernissen des Einzugsgebietes auf organische Weise zu entsprechen, kann die Stiftung, nach Festlegung mehrjähriger aber zeitlich abgegrenzter Programme, Maßnahmen zugunsten von einem oder mehreren der zulässigen Förderbereiche ergreifen, wobei die von Mal zu Mal voraussichtlich verfügbaren Mittel sowie die geplanten Förderungen anderer im zuständigen Einzugsgebiet tätigen Körperschaften oder Institutionen zu berücksichtigen sind.“

Nachstehend werden auszugsweise jene Artikel aus dem „Reglement der allgemeinen Handlungsprinzipien“ wiedergegeben, welche die Fördertätigkeit der Stiftung Südtiroler Sparkasse bestimmen:

TITEL I (Auswahl und Finanzierung der Initiativen)

Art. 1 (Allgemeine Kriterien für die Auswahl der Fördervorhaben)

Die Stiftung stellt für die Ermittlung und Auswahl der förderwürdigen Projekte Ressourcen in einem Ausmaß bereit, das den verfügbaren Finanzmitteln und der Komplexität der zu prüfenden Inhalte entspricht; dabei wird der Anspruch nach Effizienz des Auswahlverfahrens in Relation zu dem damit verbundenen Kostenaufwand für die Projektprüfung gesetzt.

Bei der Auswahl der förderwürdigen Initiativen entscheidet die Stiftung nach den Kriterien Effizienz, Angemessenheit und Sorgfalt in der Abwicklung, wobei die Merkmale und Inhalte des betreffenden Förderbereichs und der Umfang der dafür bestimmten Mittel berücksichtigt werden.

Die Stiftung bewertet die Beitragsansuchen der Antragsteller unter besonderer Berücksichtigung ihrer Voraussetzungen, die Ziele der eingereichten Projekte auch wirksam zu erreichen und – soweit dies möglich ist – unter Berücksichtigung ihrer Erfahrung, ihrer Fachkompetenz und ihres Leumunds. Die Stiftung prüft die voraussichtliche Wirksamkeit des unterbreiteten Förderprojektes im Hinblick auf die lokalen Bedürfnisse sowie die Übereinstimmung mit dem Tätigkeitsplan der Stiftung.

Der Finanzbedarf für die Umsetzung dieser Projekte muss angemessen und im Einklang mit den Zielen und Förderbereichen der Stiftung sein.

Nach Möglichkeit achtet die Stiftung auch auf den innovativen Inhalt des eingereichten Fördervorhabens; bei Anträgen, die die Organisation von speziellen Tätigkeiten vorsehen, gilt das Augenmerk auch dem Aspekt der Nachhaltigkeit, außerdem wird geprüft, inwieweit Finanzmittel (Co-Finanzierung) anderweitig – durch andere Geldgeber bzw. durch Eigenfinanzierung – aufgebracht werden können.

Ausgehend von den jeweiligen Rahmenbedingungen erfolgt die Auswahl der förderwürdigen Maßnahmen durch die Stiftung in Ergänzung zu und nicht als Ersatz für öffentliche Beitragszahlungen.

Angesichts der Besonderheiten ihres Einzugsgebiets muss die Stiftung die Vielfalt der Bedürfnisse der drei Volksgruppen in der Provinz Bozen in gebührendem Maße berücksichtigen.

Art. 2 (Bearbeitung der Beitragsansuchen: vom Antrag bis zur Auszahlung)

2.1. Tätigkeitsplan, Statut und gesetzliche Regelung
Die Zuweisung der Beiträge durch den Verwaltungsrat erfolgt im Rahmen des Tätigkeitsplans (Budget), welcher vom Stiftungsrat auf der Grundlage des Stiftungsstatuts und des vorliegenden Reglements sowie aufgrund eigener Richtlinien und/oder Förderkriterien erstellt wird, die vom Verwaltungsrat für die Projekte in den einzelnen Förderbereichen festgelegt werden. Vorab müssen die formalen Voraussetzungen für die Projekteinreichung geprüft sein.

2.2. Formale Anforderungen an das Beitragsansuchen und Einreichfristen
Bei der Entgegennahme sowie bei der Prüfung der Beitragsansuchen werden folgende Aspekte berücksichtigt:
a) Vollständigkeit der Angaben der Antragsteller in allen Abschnitten der bereitgestellten Formulare;
b) Projektbeschreibung, Zeitraum und Dauer der Projektumsetzung, Kostenrahmen sowie Finanzierungsplan, in dem alle Finanzierungsquellen angegeben sein müssen.
Die Beitragsansuchen können ohne zeitliche Begrenzung an die Stiftung gesendet werden; die Prüfung der einzelnen nach Förderbereichen gegliederten Ansuchen erfolgt möglichst zeitnah in Übereinstimmung mit den organisatorischen und arbeitstechnischen Abläufen der Stiftung.

2.3. Vorprüfung
Die Beitragsansuchen werden vorab von den zuständigen Bereichsstellen der Stiftung formal und inhaltlich kontrolliert. Im Rahmen dieser Vorprüfung wird z.B. geprüft, ob die Unterlagen vollständig vorliegen und ob die juridischen Voraussetzungen für die Einreichung des Antrags erfüllt sind.
Das Beitragsansuchen wird sodann an den Präsidiumsausschuss des Verwaltungsrats zur weiteren Begutachtung weitergeleitet.

2.4. Vorbesprechung
Der Präsidiumsausschuss setzt sich aus dem Präsidenten und/oder dem Vizepräsidenten sowie dem Direktor zusammen. Weiters können dem Präsidiumsausschuss bis zu maximal zwei Mitglieder des Verwaltungsrats angehören. Der Ausschuss prüft den Inhalt der zugelassenen Anträge und leitet sie mit einer vorläufigen Beurteilung an den Verwaltungsrat weiter.

2.5. Prüfung durch den Verwaltungsrat
Der Verwaltungsrat nimmt eine abschließende Prüfung der Beitragsansuchen vor und entscheidet über deren Annahme oder Ablehnung und befindet auch über die Höhe der Fördermittel.
Der Aufsichtsrat nimmt an der Sitzung des Verwaltungsrats teil.
In der Folge erhalten die Antragsteller eine schriftliche Mitteilung mit den Angaben zum Beschluss des Verwaltungsrats samt den zu berücksichtigenden Auflagen. Darin enthalten sind auch Informationen zu den Modalitäten der Beitragsauszahlung.

2.6. Beitragsauszahlung
Die Förderbeitragsempfänger haben drei Jahre Zeit für die Umsetzung des Projekts und für die Erfüllung ihrer Verpflichtungen.
Sofern keine Akontozahlungen aufgrund besonderer Bedürfnisse des Antragsstellers geleistet wurden, erfolgt die Beitragsauszahlung nach Abschluss des Projekts gemäß den oben genannten Anweisungen und nach Vorlage der Projektabrechnung.
Sollte das Projekt in der vorgegebenen Dreijahresfrist nicht umgesetzt werden, verfällt der Beitrag, ohne dass eine entsprechende Benachrichtigung hierüber erfolgen muss.

2.7. Information
Auf schriftliche Anfrage informiert die Stiftung die Gesuchsteller über den Bearbeitungsstand und das Ergebnis der Prüfung der von ihnen eingereichten Förderanträge.

2.8. Monitoring der Fördervorhaben
Die Stiftung kann die Umsetzung der Förderprojekte durch den Einsatz von Mitteln überprüfen, welcher der Höhe des gewährten Beitrages und der Art und Komplexität des Projektes angemessen ist; mit dieser Aufgabe können auch Mitglieder der Stiftungsorgane beauftragt werden.

2.9. Vertraulichkeit der Informationen
Für die Vergabe von Förderbeiträgen an Dritte müssen Beitragsempfänger auf der Grundlage des geltenden Datenschutzgesetzes ihre Einwilligung zur Veröffentlichung von Informationen über diese Beitragsgewährung erteilen.

Art. 3 (Richtlinien und Förderkriterien für die Förderbereiche)
Mittels entsprechendem Beschluss kann der Verwaltungsrat in Umsetzung des Tätigkeitsplans (Budget) und der Satzungsbestimmungen sowie unter Berücksichtigung bisheriger Erfahrungen in der institutionellen Stiftungsarbeit Richtlinien und Förderkriterien für die einzelnen Förderbereiche ausarbeiten. Diese Richt- und Leitlinien dienen dazu, die Modalitäten, Prioritäten und neue Bedürfnisse (z.B. Ausarbeitung von Mitteilungen, Verzeichnissen und/oder Ausschreibungen) bei der Zuweisung der Fördermittel und die damit verbundenen Kriterien zu regeln. Diese Festlegungen werden im Internetauftritt der Stiftung, in den Formularen für das Beitragsansuchen oder direkt im Schriftverkehr mit dem Antragsteller veröffentlicht.

Die für die Zuweisung der Fördermittel angewendeten Richtlinien und Förderkriterien können durch Beschluss oder durch die Verabschiedung neuer Reglements geändert und neu festgelegt werden.“


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